Wie kann ich vor dem Posting das Nutzungsrecht eines Bildes feststellen?

Wie kann ich vor dem Posting das Nutzungsrecht eines Bildes feststellen?

Vor einem Posting oder auch einem Re-Posting ist es sehr empfehlenswert, die Rechte Ihres geplanten Bildes zu prüfen. Auch dann, wenn es zur ‚freien Verwendung‘ gekennzeichnet wurde. Es gibt dazu Tools und Methoden, mit denen Sie die vielen kostenlosen, sogenannten ‚freien‘ Bilder auf ihre Nutzungsrechte zu prüfen können. Ein besonders Gutes ist Tineye – eine umgekehrte Bildersuchmaschine. Sie prüfte im Web zusätzliche Informationen und sucht nach Creative Commons-Nutzung. Was Sinn macht, denn es gibt genug Internet-Wichtigtuer, die Bilder herunterladen, Bilderinformationen und das Copyright entfernen, sie vielleicht sogar leicht verändern und auf lizenzfreien Portalen hochladen. 

Bilder sind für Social Media Postings besonders wichtig!

Bevor wir mit der Rückwärts-Bildersuche starten, kurz noch zum Fakt, dass Postings mit Bildern eine sehr viel höhere Aufmerksamkeit bekommen. Im Meer der Nachrichten und der Weite des Webs ist somit nicht nur der Inhalt, den ein Bild transportiert essentiell für die Wahrnehmung und Reaktion, sondern seine Aufgabe ist in einem Post sowohl Aufmerksamkeit als auch idealerweise sogar Engagement zu initiieren. Deshalb gilt eine wichtige Regel: Versuchen Sie Ihre Botschaften mit Bildern hervorzuheben und zu untermalen, um Aufmerksamkeit auf Ihre Stellenanzeige, Ihre Firmennachricht oder Ihre persönliche Botschaft zu lenken. Dies gilt auch für alle Businessnetzwerke und Jobposts.

Bilder unterliegen auch Online besonderen Rechten. Man unterscheidet zwischen

  • Urheberrechten (Wer das Bild erstellt hat),
  • Nutzungsrechten (wer das Bild wie verwenden darf) und
  • Lizenzrechte (das Abtreten von einigen Rechten unter bestimmten Prämissen).

Hier eine schöne Infographik von Martin Mißfeldt (http://bildersuche.org), die eine gute Übersicht gibt.

Lizenzfreie Bilder/Fotos – Was beachten? (Infografik)

Wie kann eine Bilder Rückwärts-Suche helfen?

Nehmen wir ein Bild, das Sie besitzen, das keine Bildinformationen hat. Die Google Bildersuche kann Ihnen hier zwar helfen, ob es ähnliche Bilder im Web gibt, aber erstens nur ähnliche und nicht genau dieses. Und zweitens können Sie dort Ihr Bild vom Computer nicht hochladen und prüfen lassen.

Im nachfolgenden Beispiel sehen Sie ein Bild, das ich lange bevor ich mir über Bilderechte klar wurde, irgendwo heruntergeladen hatte. Wo weiß ich heute nicht mehr – das Bild enthält derzeit keinerlei Informationen über seine Herkunft. Ich habe dieses Bild bei TinEye (http://TinEye) hochgeladen:

 

Posting-Bildersuche tineye-reverse-image-search

Das Ergebnis sehen Sie  nachfolgend – so sind dann die Rechte und die Herkunft dieses Bildes schnell geklärt. Und erkennbar ist auch, dass dieses Bild bearbeitet wurde. Sie können noch mehr mit TinEye machen. – Aber besonders wichtig ist gerade das Prüfen von ‚lizenzfreien Bilder‘ auf ihre Nutzungsrechte, denn es gibt einfach viel zu viele Trolls im Web, denen man in der Eile aufgesessen ist.

Hier noch das Erklärvideo zu TinEye – allerdings auf Englisch.

Das praktische TinEye Plugin für Ihren Browser

TinyEye Hat auch eine richtig praktische Erleichterung, ein Plugin für die Browser Firefox, Chrome, Internet Explorer, Safari und Opera. Wenn das Plugin installiert ist, und man hat ein Bild im Web gefunden, das man prüfen möchte, muss man nur noch mit dem rechten Maus klicken – und dann TinyEye auswählen. So können Sie die Rückwärtsbildersuche direkt starten, bevor Sie Ihr Posting durchführen und müssen nicht zur Website von TinEye wechseln: Praktischer Zusatzhack mit Zeitersparnis.

Übrigens: Bildersuche ist auch eine Active-Sourcing Methode

Mit der Bildersuche oder besser, dem Finden von Informationen zu Bildern beschäftigt sich eine Methode das Active Sourcings: Das ‚Visual-Sourcing‘. Dieses ganz praktische Wissen ist weit über das Kandidaten-Informationen-Finden hinaus hilfreich, also auch für das Social Recruiting. Mit Visual-Sourcing Tricks können Sie Telefonnummern oder Wohnorte  finden, aber auch weitere Informationen über Interessen oder fachliches Knowhow. 

Hoffentlich konnten wir Ihnen damit helfen und Sie davor bewahren, Bilder zu retweeten oder zu teilen, nicht nur Sie, sondern auch andere in Schwierigkeiten bringen. Denn wie uns die Facebook-Urteile lehren, gilt beim Bilderteilen meist die Mitverantwortung.

Geben Sie uns doch im Kommentar unten Bescheid, ob wir mit diesem Hack helfen konnten.

HAPPY RECRUITING! 

 

Top-Gewohnheiten erfolgreicher Recruiter-Basis  

 

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Barbara Braehmer

Geschäftsführerin bei Intercessio GmbH

Mein Motto ist: Einfach Talente finden! – Ich bin pragmatische Talentfinderin, Expertin im ‚Finden‘ talentierter Mitarbeiter, Social Recruiting Coach, Master-Sourcerin, visionäre HR-Data-Analystin und Co-Autorin des Bestellerbuches ‚Praxishandbuch Social Media Recruiting‘. Nach 20 Jahren HR-Berufserfahrung sowohl als langjährige Personalmanagerin als auch Personalberaterin gründete ich 2005 die Intercessio GmbH. Seit nun 10 Jahren helfen, beraten und trainieren wir Recruiter und Unternehmen, die richtigen Recruiting-Strategien, -Prozesse, -Systeme und Werkzeuge zu finden und zu implementieren. Wir unterstützen unsere Kunden ebenso durch unsere modularen Recruiting-Outsourcing Services (RPO), einfach besser zu recruitieren.

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