Das Tech-Talente-Aufspüren, genannt Tech-Sourcing,  muss eine hohe Kunst sein. Woher kommen sonst die vielen Meldungen, dass ausgerechnet die Unternehmen, die sich mit der Digitalisierung des Marktes beschäftigen, die größten Schwierigkeiten haben, Mitarbeiter zu finden? Doch auch wenn der Profi-Recruiter sie gefunden hat, steht er vor der nächsten Herausforderung: Die Aufmerksamkeit der begehrten Techies zu bekommen und sie dann obendrein auch noch zu gewinnen. Tech-Sourcing ist, wie die Zahlen beweisen, unglaublich schwer:

‚2 von 3 ITK Unternehmen planen Neueinstellungen‘ meldete die Bitkom am 26.01.2015 (hier der Link). Und das Online Magazin bit-news faßt im November 2014 zusammen: ‚Bereits 41.000 Fachkräfte fehlen in der ITK Industrie‘ ( Link hier)

Warum finden Unternehmen keine Tech-Talente ?

Die einfachsten beiden Antworten für diesen ITK-Fachkräftemangel sind:

 

1.) Die Unternehmen suchen nicht richtig

Was die meisten ITK-Unternehmen mit Fachkräftemangel nicht beachten: Sie vertreiben digitalisierte Top-Dienstleistungen oder Produkte, sie beraten ihre Kunden darin, digitaler zu werden – und versuchen mit einem antiquierten Workflow Menschen zu erreichen, die schon lange diese alten Recruiting Trampelpfade verlassen haben. Die Top Tech-Talente verhalten sich nicht wie die üblichen Talente. Sie sind Rulebraeker, deshalb sind sie so gut. Oder wenn Sie dies anders formulieren möchten: Sie sind Early Adopter und leben diese neue Welt bereits vor, sie sind schon in der Zukunft unterwegs.

Erfolgreiches Tech-Recruiting verläßt nicht nur bisherige Recruiting Wege, sondern stellt den bisherigen Personalbeschaffungs-Workflow sogar auf den Kopf. Aus klassischem, in die Breite gehendem, passivem Recruiting wird ein tief im Web nach Daten und Spuren suchendes und wertschätzend findendes Active Sourcing. Hier der neue Workflow:

Tech-Talente im Tech-Sourcing 007-Umkehrung der Pyramide - Graphic by Intercessio

2.) Es gibt sie nicht, diese Tech-Talente

Erfolgreiche Tech-Recruiter sind empathische ‚ Andersdenker-Versteher‘. Deshalb fängt eine Suche, die erfolgreich endet, mit einer neuen Antwort auf die Frage an: Was ist denn ein ‚Top Tech-Talent‘? Die Digitalisierung fordert von ehrgeizigen Tech-Recruitern, dass Sie verstehen, was ihre zukünftigen Talente beruflich machen, damit sie herausfinden können, wie sie heute das Web nützen und dort Spuren hinterlassen.

Denn Tech-Sourcing spürt auf Basis dieser hinterlassen digitalen Daten Tech-Talente auf und es liest, analysiert und interpretiert diese Data-Informationen erfolgreich. Nur auf diese Weise kann der Profi Tech-Sourcer online überhaupt sein Top-Talent erkennen. Der Profi Tech-Recruiter muss folglich die Techie-Sprache sprechen, um zu finden. Hier ein Best-Practice Beispiel:

Tech-Sourcing Beispiel - Junior Dev Ops Engineer suchen und finden

Simplify Tech-Sourcing

SCHRITT 1: Stellenbeschreibung verstehen

SCHRITT 2: Talente verstehen

SCHRITT 3: Top-Talente erkennen!

SCHRITT 4: Top Talente erfolgreich kontaktieren und/oder gewinnen

SCHRITT 5: Sie flexibel binden

 

Sie finden ein Tutorial, wie Sie eine Stellenbeschreibung (Schritt 1 bis Schritt 3) für einen erfolgreichen Tech-Sourcing Workflow vorbereiten im nachfolgenden Slidedeck:

Active Sourcing – Wie ich Top TECH-Talente wie 007 finde

 

Tech-Talent gefunden – wie geht es nun weiter?

Nach der Pflichtübung des Findens (Schritt 1 bis 3) von Tech-Talenten kommt die Kür und nächste Herausforderung: Das erfolgreiche Kontakten von Techies. Sie werden bis zu diesem Prozess bereits festgestellt haben: Wer sich anders verhält, kommuniziert auch anders. Gehen Sie einfach davon aus, dass auch Ihre Kontaktaufnahme angepasst werden muss.

Ein Beispiel: Digital Natives leben bereits in der Zukunft – und diese ist mobil. Wenn Sie keinen auf Mobile Recruiting optimierten Workflow haben, (angefangen von den richtigen Headlines Ihrer Nachrichten bis zur optimierten Karrieresite) werden Sie nur zögerlich oder gar nicht von Top-Talenten beachtet werden. Sie sind nicht auf deren Augenhöhe.

‚Wasch mich und mach mich nicht nass‘ geht nicht mehr!

Sie haben es gemerkt: Ein Trend und die Konsequenz der Digitalisierung der globalen Workforce ist das Auflösen der Beziehungen und deren Entwicklung in viele, neue Formen. Unsere deutsche Soziale Marktwirtschaft stemmt sich noch immer erfolgreich gegen diesen – wahrscheinlich – nicht aufzuhaltenden Trend. Die Einteilung zwischen Festanstellung, Befristung, Freelancer, Zeitarbeit und Interim zerfließen und weichen neuen fluiden Formen, die obendrein ständig ihre Gestalt ändern. Und sie erfordern von den Unternehmen ein Umdenken.

Die Praktiker können bereits ein Lied dazu singen:

  • Manche Tech-Talente möchten keine Festanstellung – andere suchen gerade nach der Selbstständigkeit einen festen Vertrag – auch wird fröhlich hin und her gewechselt. Viele Techies finden da nichts dabei, während sich Personaler, Betriebsräte, Gewerkschaften und Sozialversicherungen die Haare raufen.
  • Oft wollen Tech-Talente keine enge Beziehung und bevorzugen Projektverträge, sie suchen einfach nur einen Job – während wiederum für andere Tech-Kollegen das Team und der ‚Care-Effekt‘ einer Organisation wichtiger als alles andere ist.

Fazit:

Kennen Sie dieses konkrete Beispiel: Sie sind Tech-Recruiter und Ihr eigener Fachbereichen gegrenzt Sie aus, indem er Freelancer für hohe Honorare auf den Stellen beschäftigt, die Sie für kleine Festgehälter besetzen sollen? Erfolgreiches Tech-Recruiting bzw. Tech-Sourcing entscheidet sich oft genau hier – ITK-Unternehmen, die den Fachkräftemangel besiegen wollen, müssen ihre Recruiting Aktivitäten synchronisieren.

HAPPY SOURCING!

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