Personal Branding vs. Recruiter Branding – Wie entscheidend ist mein Profil im Web?

Barbara Braehmer
4. April 2013
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Im Grunde ist es ganz einfach: Ihr Recruiter Branding bzw. auch Ihr Personal Branding ist Ihr Image. Ihre Reputation. Und da Kandidaten Sie als Recruiter erst Mal googeln – ist Personal Branding im Wesentlichen das, was dieser findet und das ist dann auch Ihr Ruf. Das heißt die Widerspiegelung dessen, was Sie erstellen und pflegen. Es ist nicht das, was Sie verkünden, sondern, was die anderen von Ihnen wahrnehmen. Pragmatisch ist es das, was aus das Social Web auf den ersten Seiten bei Google zeigt.

Kann man wirklich von einer „Recruiter Marke“ sprechen?

Ihr Recruiter Branding ist also Ihre Marke, und impliziert damit, welche Bilder Menschen im Kopf haben, wenn Sie an eine Person denken. Es ist genau das Gegenteil der hässlichen Assoziation von brüllend lautem und marktschreierischem Selbstmarketing der negativ belegten Social Media-‚Spezialisten‘, die mit dem virtuellen Megaphone ihr selbsternanntes Expertentum verkünden. Das ist ganz bestimmt nicht persönlich erfolgreiches Personal Branding!

Das Personal Branding für Recruiter: Recruiter Branding

Wenn Sie beruflich positiv wahrgenommen werden wollen, wäre nicht nur ein solches Auftreten für Recruiter nicht ratsam, sondern auch das Gegenteil: Gar kein Image zu haben. In manchen Fällen ist überhaupt ein Image immer noch besser  – dann weiß ein möglicher Kandidat, dass Sie existieren und wie er Sie erreichen kann!

Im realen Leben und auch in der Digitalen Welt kommunizieren Menschen und nicht Unternehmen. Sie sind sicherlich als Recruiter oder Personalberater der Botschafter und Repräsentant eines Unternehmen, für das Sie suchen, aber Sie sind auch die erste Anlaufstelle für einen potentiellen Mitarbeiter. Und wenn er Ihr Unternehmen nicht kennt, weil Sie zwar tolle Produkte haben, diese aber nicht schnell und einfach darstellbar sind, zählt noch viel mehr Ihre Fähigkeit, den möglichen Mitarbeiter zu interessieren, zu binden, zu überzeugen und zu halten. Kurz: Vertrauen zu schaffen, bevor dieser zukünftige Kollege Sie und Ihr Unternehmen ‚live‘ erfahren kann.

Warum braucht ein Recruiter ein Recruiter Branding?

Gehen Sie mal davon aus: Sie haben bereits ein Recruiter Branding – nur kann es sein, dass es nicht dem entspricht, was Sie sich vorstellen. Denn es zählt der Eindruck, den andere von Ihren Online-Auftritten haben. Auch wenn er positiv ist, sollten Sie diesen erhalten, absichern und weiterhin kontinuierlich verbessern. Heute ist diese Pflege aller Beziehungen einfacher, denn das Reputationsmanagement – im Guten wie im Schlechten – läuft online. Die Mehrheit der Kandidaten googeln ihre Gesprächspartner vor einem Interview – sorgen Sie dafür, dass sie gleich positiv eingestellt sind und das finden, was sie finden sollen!

Ihre Online-Marke oder besser: Ihre Recruiter Marke

Wie immer im Leben gilt: Der erste Eindruck zählt, auch online. Die meisten Tools, die Ihnen helfen, ein gutes Recruiter Branding zu pflegen, sind kostenlos. Besonders wichtig ist, auf Social Media Beziehungen ‚managen‘, denn Beziehungen sind großartige Werkzeuge für die Förderung Ihrer Marke. Jeder Personal-Profi hat heute ein Profil bei XING – jeder zweite bereits bei ebenso eines bei LinkedIn. Und die meisten auch bei Facebook – aber nützen meist weder eine und das andere aktiv beruflich! Dabei verpassen Sie bestimmt Chancen. Können Sie das bei dem derzeitigen Fachkräftemangel wirklich leisten?

Also unser Vorschlag: Googeln Sie sich mal selbst und und sehen was passiert. Sind Sie zufrieden mit dem, was Sie sehen? Probieren Sie es mal bei mir oder anderen Profis. Und dann geben Sie einfach mal Ihre Firma ein UND ihren Namen gleichzeitig, dann schauen Sie nochmals was passiert. Immer noch zufrieden?

Ich bin selbst immer wieder völlig überrascht, welche Fotos Profi-Personaler hochladen. Dabei weiß heute jeder: Das „falsche“ Foto ist ein kompletter Dealbreaker.

Handeln Sie!

Kennen Sie den Ratschlag:

Etwas nicht zu tun kostet genauso viel Energie wie etwas zu tun – ist aber nicht halb so erfolgreich?

Schreiben Sie – egal wo – nur das, was Sie auch in Großbuchstaben vor Ihrem Haus stehen haben wollen. Sie gehen davon aus, dass eine gute Erscheinung  und Selbstdarstellung eines Kandidaten einer Arbeitsprobe gleichzusetzen ist? Dann sorgen Sie auch dafür, dass das für Sie gilt! Vergewissern Sie sich, dass Sie im Einklang mit allem stehen, was Sie kommunizieren. Dazu gehört, absolut alles: – wie Sie sprechen (sie werden zitiert werden, gehen Sie im Internetzeitalter davon aus!)
– Ihre E-Mails (und ihre Signatur)
– Ihre Online-Präsenz,
– Ihren Lebenslauf und sogar, wie Sie sich kleiden (und wie Sie das auf einem Foto präsentieren).

Mit Tarnkappe unter dem Radar oder ohne Profil ist nicht die Lösung!

Damit genau das nicht passiert, haben wir Ihnen hier 3 Gründe zusammengestellt, wie Sie Ihr Chance zu einem guten Recruiter Branding wahren können:

Erstens:

Es gibt keine Tarnkappe und selbst wenn: Eine persönliche Antwort würden Sie mit einer Tarnkappe nicht erhalten. Sie hinterlassen nur dann keine Spuren, wenn sie so viel Energie darauf verwenden anonym zu bleiben, dass man sich fragen muss, warum Sie überhaupt Personal machen und Beziehungen pflegen wollen. Menschen möchten mit Menschen auf Augenhöhe kommunizieren.

Zweitens:

Sie bzw. Ihr Recruiter Branding entwickelt sind auch ohne Ihre Einwilligung im Web (weiter). Wenn Sie es nicht gestalten, dann überlassen Sie anderen, unter Umständen sogar Ihrem beruflichen Wettbewerb, daß Ihrer persönlichen Marke entstehen zu lassen. Denn vergessen Sie nicht: Gerade auch wenn Kandidaten nichts über Sie finden und beim Wettbewerb das, was sie erwarten, sehen Sie bzw. Ihr Recruiter Branding ziemlich schlecht aus.

Drittens:

Machen Sie es sich nicht künstlich schwer und versuchen dem Rad der Zeit in die Speichen zu greifen. Es geht nicht ohne das Internet und es geht nicht mehr ohne Social Media, das Social Media ein fixer Bestandteil des Web 2.0 ist. Personal Branding ist so einfach, obendrein eine Arbeitserleichterung für Recruiter und mindestens 50% der Miete in der Talent Acquisition.

Fazit

Und noch etwas: Wenn Sie sich sicher sind, Sie haben alles bezüglich Ihres Recruiter Brandings richtig gemacht und ein gutes, ansprechendes Gefühl, aber Sie erhalten keine Antworten von Kandidaten, dann haben zumindest eines ausgeschlossen: Das Ihre Online-Reputation an diesem Fachkräftemangel schuld ist.

HAPPY RECRUITING!

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