Nach Ihren ersten Schritten auf Twitter  (indem Sie Ihren Account eingerichtet und die ersten Follower geniert und Kontakte geknüpft haben), ist Ihr nächstes Ziel als Recruiter sicherlich offene Stellen und Informationen über mögliche Vakanzen und Recruitierungsmaßnahmen zu twittern, also via Twitter (mit) zu teilen. Zwei Dinge sind dazu wichtig: Ausschließlich Stellenangebote zu twittern ist nicht unbedingt attraktiv. Aber über mögliche interessante Positionen zu informieren ist ein guter Anfang.

Ziel sollte ebenso sein, dass Sie nicht nur Ihre offenen Stellen möglichen Kandidaten mitteilen bzw. diese so ausschreiben, dass diese sie in Twitter finden. Sondern, dass auch Freunde dieser Follower und wiederum deren Freunde diese Stellen finden, interessant finden und retweeten – idealerweise sogar über ein anderes Soziales Netzwerk verbreiten. Es geht also sehr wesentlich beim Jobs oder offene Stellen twittern um ein erfolgreiches Empfehlungsmanagement.

Da Sie auf Twitter nur die bekannten 140 Zeichen zur Verfügung haben, um sich mitzuteilen, macht es keinen Sinn, lange um den heißen Brei herumzureden. Tweets sollten direkt sein und die wesentlichen Jobelemente enthalten:

 9 Tipps, wie Sie offene Stellen twittern 

Unser erster Tipp ist, Ihren Job-Tweet mit Handlungsaufforderung(en) zu versehen – das schaffen Sie ideal mit einem Verb oder einem Imperativ.

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oder

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Bitten Sie um Weiterleitung. Sagen Sie direkt, was Sie suchen und verbinden Sie Ihren Tweet mit dem Link zur Stellenanzeige – am besten auf Ihrer Website, so dass weitere Stellenanzeigen gefunden werden können.

Unser zweiter Tipp lautet: Um Ihren Job leichter auffindbar zu machen, sollten Sie Hash-Tags verwenden. Obwohl man die Regel hat, dass aufgrund der Lesbarkeit in sonstigen Tweets tendenziell die Hashtags am Ende des Textes stehen – bei Jobtweets hat es sich eingebürgert, diese voranzustellen. Zum Beispiel:

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Die Einbindung eines Hash-Tag mit einem Schlüsselwort macht den tweet sofort durchsuchbar. Sie können mehr als ein Hash-Tag in Ihrem tweet verwenden, aber denken Sie daran, dass Ihre Zeichen begrenzt sind, deshalb sollten Sie die Hash-Tags strategisch einsetzen – aber die Lesbarkeit erhalten.

Was sind Hash-Tags? (“#” Symbole)

DefinitionDas # Symbol, Hashtag genannt, wird verwendet, um Schlagwörter oder Themen in einem Tweet zu markieren. Es wurde ursprünglich von Twitter-Nutzern erfunden , um Nachrichten zu kategorisieren.

Quelle: https://support.twitter.com/articles/314917-was-sind-hashtags-quot-quot-symbole

Dritter Tipp: Beachten Sie, dass Sie, wenn Sie Ihren LinkedIn- bzw. Xing-Account oder ihrer Facebook Fanpage mit Ihrem Twitter-Account verknüpft haben, dass Ihr Job dann ‚automatisch‘ getweetet wird und im schlimmsten Fall dreimal hintereinander getweetet wird, was wie verzweifelter Spam wirken kann. Je nach Formulierung Ihres Tweet und der Zahl der Hashtags kann auch die Lesbarkeit oder die Wirkung Ihres Xing-Postings oder Ihrer Facebook-Fanpage leiden.

Vierter Tipp: Die Twittersuche (search.twitter.com) kommt mit den deutschen Umlauten (ä,ö,ü) gut zurecht – sie sucht genau das vorgegebene Wort. Da aber einige annehmen, dass Twitter genau das nicht tut, und Umlaute nicht findet, ist es sinnvoll, dass Sie am besten direkt nach Ihrer Suche noch dieselbe mit der angepassten Schreibweise ae, oe, ue durchzuführen, um alle Informationen zu erhalten, die Sie möchten.

Fünfter Tipp: Behalten Sie das AGG (Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz) im Auge. Denken Sie daran Ihren Stellen-Tweet, auch wenn sie diesem die korrekt geschlechtsneutrale Stellenanzeige als Anlage beigefügt haben, geschlechtsneutral zu halten – noch gibt es keine Vorschriften oder rechtliche Klärung in Deutschland, ob Twitter als ‚Ausschreibung‘ einzuschätzen ist. Aber sicher ist sicher, denn Stellen-Tweets sollen öffentlich sein, um gefunden zu werden und sind damit für jedermann zu lesen. Es hat sich bewährt, bei deutschen Tweets entweder das /in nachzustellen oder das (w/m) bzw (m/w) – also im Fall von ‚/in‘ sind es 3 Zeichen, die Sie rechtssicherer machen! In beiden Fällen kommt die Twittersuche damit ohne Fehler klar, Sie werden also gefunden – auch wenn es einen Umlaut im Wort gibt.

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Sechster Tipp: Nachfolgende Liste hilft Ihnen bei der Auswahl Ihrer möglichen Hashtags, die allgemein zu Jobs angewendet werden – in beiden Sprachbereichen sind die gebräuchlichsten Hashtags:#job und #jobs. In Deutschland sind darüberhinaus die drei Hashtags: #career #stellenangebote #jobsuche gebräuchlich – und werden damit am leichtesten gefunden. Die Zahlen gelten allgemein für Twitter – blaue Ziffern kennzeichnen, dass diese Hashtags in Deutschland bisher nicht eingesetzt wurden und ausschließlich in den englischsprachigen Ländern zu finden sind.

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Siebter Tipp:Wenn Ihr Unternehmen nun einen Twitter-Account hat, aber nicht viele Anhänger, gibt es Tricks für Erweiterung Ihres Netzwerks und den Aufbau
von Beziehungen mit Kunden bzw. Kandidaten. Führen Sie eine schnelle Suche auf Twitter (search.twitter.com) zu einem für Sie und Ihr Unternehmen wichtigen Thema/Keyword durch. Suchen Sie deutsche Follower, deshalb sollten sie auch ein deutsches Keyword einsetzen.

Achter TippInteressierte/Kandidaten reagieren bei Stellen-Tweets in der Regel so, dass sie direkt nach Lesen Ihres Tweets Ihre Website besuchen. Und wenn sie Glück haben, vielleicht dort sogar die richtige Stellenausschreibung finden oder angesprochen werden, eine interessante Stelle einem Freund mitzuteilen! Sie sollten also Ihre Website als Internetvisitenkarte pflegen – Twitter ist keine Standing-Alone-Lösung, wenn es um Recruiting geht.

Neunter Tipp: Ihre offenen Stellen können Sie sehr einfach via verschiedener Facebook-Apps twittern und gleichzeitig so ansprechend auf Ihrer Facebook-Site in einem Stellenmarkt platzieren und darstellen. Mit der Installation erscheint ein Tab auf Ihrer Page:

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Die Kandidaten können sich direkt über diese Applikation bei Ihnen bewerben. Zu nennen sind beispielhaft: www.JobCast.net  (Beispiel oben: Careers) oder www.Tweetmyjobs.com. (unten: Open Jobs – We’re Hiring)

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Tweetmyjobs ist sehr empfehlenswert, denn es hat über eine eigene Hashtag #tweetmyjob eine sehr große Follower-Gemeinde, die diese Tweets retweeten und verbreiten. In den USA bietet TweetMyJobs den Service an, die Job-Tweets an die passenden der ca. 9000 Job-Kanäle zu verteilen, auch für Unternehmen, die keinen eigenen Twitter-Account pflegen. Leider sind wir hier noch nicht soweit.

Zwar stehen wir in Deutschland noch am Anfang des Job-Twitterns, aber die Zahlen aus USA und Großbritannien stimmen optimistisch: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kandidat, der eine Stelle über Twitter gelesen hat, sich tatsächlich bewirbt, ist dreimal höher als bei jeder anderen Stellenausschreibung.

HAPPY RECRUITING!

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