Anonymisierte Profilbesuche – früher waren diese im Talentmanager von XING möglich (und nun nicht mehr). Heute geht dies nur noch in LinkedIn. Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass der ein oder andere Ihr Profil besucht hat (Das sehen Sie unter “Wer hat dein Profil angesehen?”) und man kann nur sehen, bei welcher Firma diese Person gearbeitet hat oder sogar keinerlei Angaben.

Warum anonyme Profilbesuche Sinn machen

Die Linkedln Tarnkappe – Sinn und Unsinn anonymer Profilbesuche

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich persönlich kein besonderer Fan dieser anonymisierten Profilbesuche bin: Für den ein oder anderen Bewerber, auf Akquise oder während des Executive Search- oder Sourcing-Prozesses kann es schon im Einzelfall sehr hilfreich sein, nicht direkt erkannt zu werden. Besonders wenn man mehrfach hintereinander ein Profil besucht. Denn es gibt immer wieder den einen oder anderen User, der sich beim zweiten oder gar dritten Besuch kurzer Zeit ‚gestalkt‘ fühlt. Erst kürzlich hat mir ein Gruppenmoderator von einer offiziellen Beschwerde erzählt, weil er das Profil eines Gruppen-Neumitgliedes drei Mal besucht hat.

LinkedIn Statement zum Privatmodus

LinkedIn nennt das Umschalten auf das anonyme Profil ‘Privatmodus’. Dies wird von LinkedIn zwar erklärt  besitzt aber deutliche Nachteile: Wer selbst nicht gesehen wird, sieht auch nicht, wer sein Profil besucht hat. Schon alleine deshalb ist der eher kurzfristige Einsatz des Privatmodus besser.

Die Linkedln Tarnkappe – Sinn und Unsinn anonymer Profilbesuche

Hier finden Sie den Unterschied zum Thema Profilbesuche zwischen Freemium (kostenlosem) und Premium Account.

Und so nützen Sie den Privatmodus

1. Einloggen

Zuerst: Melden Sie sich bei LinkedIn mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an.

2. Gehen Sie zu Ihren Kontoeinstellungen

Die Linkedln Tarnkappe – Sinn und Unsinn anonymer Profilbesuche

Wenn Sie angemeldet sind, finden Sie über Ihrem Mini-Foto-Symbol in der oberen rechten Ecke Ihre Konto-Einstellungsmenü (es wird sich dort die Navigation öffnen, wenn Sie es anklicken) und und dann den Unterpunkt: Datenschutz & Einstellungen.

3. Einstellungen ändern

Klicken Sie auf den Datenschutz und die Option Einstellungen – ‘Prüfen’

4. Sicherheitsanmeldung

Sie müssen sich danach aus Sicherheitsgründen dann nochmals bei LinkedIn für Ihren Account anmelden

Die Linkedln Tarnkappe – Sinn und Unsinn anonymer Profilbesuche

5.  Einstellungen ändern

Die Linkedln Tarnkappe – Sinn und Unsinn anonymer Profilbesuche

Sobald Sie auf der Seite ‚Datenschutz & Einstellungen‘ sind , wählen Sie bitte unten unter der Überschrift Privatsphäre-Steuerelemente den Punkt: ‚Wählen, was Personen sehen, deren Profil Sie besuchen’. Wenn Sie darauf klicken, können Sie die Einstellungen bearbeiten.

6. Optionen ändernDie Linkedln Tarnkappe – Sinn und Unsinn anonymer Profilbesuche

Nun können Sie unter drei Optionen wählen:

  • Die erste Option wird von Linkedin empfohlen. In dieser Einstellung wird Ihr Namen und Ihr Profilslogan für jeden sichtbar angezeigt – das natürliche Vorgehen in Social Media.
  • Die zweite Möglichkeit ein zwar ‘anonymes’ Profil, das heißt, es wird kein Name angezeigt, aber Ihre Branche und Ihr Unternehmen kann gesehen werden bzw. je nach weiterer Einstellung Ihr Profil-Slogan. Diese Einstellung ist nicht ganz anonym.
  • Aber die dritte Version ist völlig anonym. Wählen Sie nun einfach diese letzte Option, um wirklich anonym zu bleiben und klicken Sie auf “Änderungen speichern” – schon sind Sie völlig unsichtbar. Oder besser: Niemand kann Sie erkennen – außer,  dass er/sie einen anonymen Besuch auf ihrem Profil hatten, der ja angezeigt wird.

7. Rückänderung nicht vergessen!

Um fair zu bleiben, rate ich Ihnen danach wieder in den ‚offenen‘ Modus zurück zu wechseln. Erfolgreich in Social Media aktiv zu sein erfordert auf Augenhöhe zu netzwerken. Und das geht nicht wirklich positiv und gut, wenn man sich dann wie Siegfried aus der Nibelungensage mit der Tarnkappe anschleicht (auch wenn es sich nur um Profilbesuche handelt). Ein großes Netzwerk ist wichtig und in Social Media vorn Vorteil. Anonyme Profilbesuche machen hier wenig Sinn und die Kontaktaufnahmen eines solchen Profils haben wenig Chancen auf eine hochwertige Antwort. Im schlimmsten Fall geht man sogar die Gefahr ein, dass man bei LinkedIn als ‘unerwünscht’ gemeldet wird oder als ‘Fake’-Profil gilt.

Fingerspitzengefühl in der Talent Acquisition

Halb anonym hat aber einen Vorteil, wenn man es geschickt  macht. Hier ein Praxis-Tipp zu ergänzen: Der mittlere Modus, also ohne persönlichen Namen, aber den Slogan oder das Unternehmen bei einem Profilbesuch zu hinterlassen, hat gewissen Charme für Bewerber und auch für Recruiter. Denn wenn Sie zum Beispiel eine Kontaktaufnahme aus dem Wettbewerb vorhaben, in denen Sie sich kurz danach bei dieser Person durch Kontaktaufnahme ‚outen‘ – also eine Nachricht schicken, macht es Sinn, den Profileigner bereits in Neugier zu versetzen. So macht er/sie sich Gedanken, wer das wohl war – und damit ist ihre Message dann nicht mehr ganz eine ‚Cold Action‘. So steigern Sie die Chance, dass diese Neugier zum Öffnen Ihrer Nachricht führt – mit der richtigen Headline Ihrer Nachricht und dem richtigen Inhalt dieser Nachricht erhalten so auch eine Antwort. 

Geheimtip: LinkedIn Profilbesuche gehen auch ganz einfach unerkannt

Also wenn Profilbesuche denn unbedingt sogar absolute inkognito sein sollen und Sie wie im Geheimdienst gar keine Spuren hinterlassen möchten: Das geht auch. Und zwar mit Ihrem Smartphone, wenn Sie dort die (kostenpflichtige) Sourcing App Talent X-Ray  installieren. Mit dieser App können Sie Profile besuchen – und werden nicht in der Besucherliste angezeigt. Wie das geht, ist in unserem Blogpost beschrieben: Kandidaten finden mit Mobile Sourcing – die Talent X-Ray-App, das neue coole Tool.

 

HAPPY SOURCING & RECRUITING

 

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