Oder auch: Die Recruiter-Brille und warum es wichtig ist, ständig den HR-Tunnel-Blick zu verlassen. Jetzt denken Sie: Heute tanzt sie mit einem philosophischen Blogbeitrag völlig aus der bisherigen Praxis-Reihe. Aber zuerst einmal danke ich Michael Raijv Schah, dass er mir dieses Blockstöckchen zugeworfen hat und mich sanft ‚zwingt‘ Ihnen einmal einen anderen Blickwinkel zu zeigen. Genauer gesagt: Die Vogelperspektive und warum eine pragmatische Personalerin sich so intensiv mit Social Media befasst.

Warum ich am Blogstöckchen teilnehme?

Wie Initiator Michael Raijv Shah in seinem Blog (www.networkfinder.cc) schreibt: „Ein Blogstöckchen (kurz: Stöckchen) ist eine Aktion mit dem Ziel Blogs & Blogger besser miteinander zu vernetzen, und dabei ein bestimmtes Thema gemeinsam zu bearbeiten. Im Gegensatz zur Blogparade, bei der das Thema von den Teilnehmern in der Regel recht offen interpretiert werden kann, sind Blogstöckchen stärker organisiert.“

Warum ich teilnehme: Social Media ist eine Reise. Wir reisen mit Social Media in eine neue Welt der Digitalisierung, aus der wir immer wieder in die alte Welt zurückkehren, aber mit jedem Schritt die alte Welt weiterentwickeln und noch mehr mit dieser neuen Welt verknüpfen. Die Blogger, Social Media Experten, die Social Evangelisten und alle Reisenden tragen zu dieser Veränderung bei. Aber wie bei jeder Reise wird das Reale auf dieser Tour mit verschiedenen, persönlichen Schwerpunkten der Reisenden wahrgenommen. Also mit unterschiedlichem Bewußtsein.

Meine Social Media-Reise startete aus zwei Gründen: Einem pragmatischen: Mehr und bessere Kandidaten zu finden – und meinem Urwunsch. Dem gleichen BEWUSSTsein, warum ich mich vor vielen Jahren entschieden habe, Personalerin zu werden: Ich wollte ‚social‘ zu sein, Menschen unterstützen, einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten.

Die 5 Fragen:

1) Was ist BewusstSein für mich?

Für mich ist Bewußtsein: Entscheidungen treffen. Und davon treffen wir täglich viele – bewußt und unbewußt. Auch Nichtstun, ist eine Entscheidung treffen. Die wissenschaftliche Definition ist: „alle willkürlich und unwillkürlichen Vorgänge wie Gefühle, Gedanken, Träume und Wahrnehmungen ist Bewußtsein“.

Damit ist Bewußtsein immer mit einem ICH gegenüber der WELT verbunden – und ist subjektiv. Das Bewußtsein ist somit eine Gedanken und Handlungsleitlinie des Individuums und gibt (bei klarem Bewußtsein) Orientierung. Während wir uns ‚orientieren‘, fallen diese Entscheidungen. (Die Hirnforschung spricht hier von 100.000 Entscheidungen pro Mensch/Tag – bewußt und unbewußt. Und dennoch sagen die Hirnforscher, dass wir nur einen Promille-Satz des Realen um uns bewußt wahrnehmen.)

Je mehr wir uns darüber klar sind, dass alles was wir denken, fühlen, tun von unserem inneren Schema, der Orientierung abhängig ist, umso leichter können wir genau diese mit unseren BEWUSSTEN Entscheidungen beeinflussen. Also wenn ich etwas verändern will, bewegen will, muss ich ‚bewußt‘ machen, Bewußtsein schaffen.

2) Wie hängen BewusstSein & SocialMedia für mich zusammen?

Am Anfang war die Entscheidung für Social Media eine reale, bewußte Entscheidung für eine ‚Unterstützung‘, mehr gute Kandidaten besser zu finden, um damit Positionen zu besetzen. Mit weiteren Schritten ins #Neuland meldete sich mein Unterbewußtsein immer stärker. Das gleiche ‚(Unter-)Bewußtsein‘, das vor Jahren die Entscheidung vorangetrieben hat: Du wirst Personaler.

Der Grund ist einfach: Ich wollte mit Menschen positiv zusammen zu arbeiten, sie unterstützen, gestalten und einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft leisten. Diesen Gedanken fand ich (technologisch abgebildet) in Social Media wieder. Social Media ist der sich stetig weiterentwickelnde Versuch, menschliches Interagieren (NETZWERKEN) in der Technik abzubilden und dabei die Menschen miteinzubeziehen. Es ist für mich die wichtigste Steuerungsoberfläche dieser Digitalen Revolution, die wir uns ‚bewußt‘ machen müssen. Um sie zu steuern und damit unsere sich neuformende Welt zu formen.

3) Wie nutze ich Bewusstsein im Business?

Vor 3 Jahren habe ich meine berufliche Social Media (Recruiting) Reise begonnen (in Social Media war ich schon viele Jahre vorher durch mein Hobby Tierschutz intensiv, international unterwegs). Ich war also bereits geübt, immer wieder auf die Bewußtseinsebene zu gehen, immer wieder in die Vogelperspektive und zurück in die Anwendung und Praxis.

Ich habe diese trainierte Fähigkeit dann in meinen Beruf übernommen, weiter trainiert und begonnen, alles was ich an Möglichkeiten im Ausland entdeckt habe, hier in Deutschland zu testen. Danach so zu adaptieren, dass wir sie trotz unseres Datenschutzes, unserer anderen Werten in D-A-CH, unserer teilweise sehr unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen, sowie unserer anderen Gesetzeslagen positiv einsetzen können.

Ich sehe mich als Reiseleiterin für alle Recruitingkollegen und alle, die Personal suchen und biete Hilfe zur Selbsthilfe. Indem ich begleite, unterstützen, berate und ausbilde, ganz pragmatisch erleben lasse – bewußt mache.

Aber letztlich habe ich immer meine Recruiterbrille auf und selektiere meine Informationen, also mache sie mir bewußt:

  • Wie hilft Social Media den Menschen (im Recruiting)? Und wie verändert es unsere Arbeit?
  • Wie dauerhaft unterstützt es unser (Recruiter-)Handeln?
  • Ist es eine Eintagsfliege und wenn ja, ist es dennoch so wertvoll für uns Recruiter, dass diejenigen es erlernen sollten, die dadurch derzeit einen (Recruiting-)Vorteil haben?

4) Wie schaffe ich es in einer bewussten Haltung zu bleiben/zurückzukehren?

Mich fasziniert nicht nur das Netzwerken, sondern eben auch bis heute ‚Technik‘ und damit die technische Seite von Social Media. Ich muss immer wieder aufpassen, dass ich mich nicht in dem einen oder anderen neuen ‚Social Recruiting-Spielzeug‘ verliere (derzeit der Facebook-Graph). Aber ich lebe als aktive Tierschützerin auch ein Leben ‚far-from-any-mainstream‘, das so viel Disziplin erfordert, dass ein gänzliches ‚Verlieren‘ völlig unmöglich ist. Meine Realität ist allgegenwärtig – und wenn es nur Huskyhaare am Blazer sind.

Das Wichtigste für mich ist das ständige Bewußtsein, dass Social ‚social‘ ist. Es geht nur gemeinsam, der Austausch mit anderen dazu, deren Wahrnehmung, deren Ideen, deren Ratschläge bringt mich weiter und damit die Idee. Ein großer Teil meines Wissens verdanke ich dem geduldigen persönlichen oder Online-Wissenstransfer der Social Experts, deren Blogs.

Und derjenigen, die ‚social‘ einfach leben – real und im Web.

5) Was tue ich, wenn Bewusstsein in der Esoterik-Schublade landet?

Nun, diese Entgegnung kommt von einem Menschen, der sich damit beschäftigt hat – aber auf Distanz dazu gegangen ist. Meine Reaktion ist hin- und wieder Diskussion (wenn der Grund für die Distanz mir wichtig erscheint). Aber diese Bemerkung kann auch als Argumentationstorpedo missbraucht werden . Und da hilft in seltenen Fällen eine ebenso nette Stammtischparole: Nur weil ein Kamel Wasser trinkt, ist nicht alles, was Wasser trinkt ein Kamel.

In der letzten Zeit habe ich sehr wenige solche Torpedos gehört. Ich nehme eher die Diskussion zweigeteilt wahr: Die einen, die sich wirklich damit beschäftigen, die anderen, die das Thema Bewußtseinsdiskussion rundweg ablehnen, egal auf welcher Ebene.

Ein Spiegel vielleicht, warum in Deutschland die Social Media Diskussion vielfach noch als #Neuland gesehen wird?

Meine Zusammenfassung dieses  Blockstöckchen – Beitrages:

Es würde mich sehr freuen, wenn das Blockstöckchen, das heißt die Diskussion und die wertvollen Beiträge zu diesem Thema fortgetragen und weitergeführt werden. Es kann sich jeder beteiligen und damit auch den ‘Social’-Gedanken weiter(mit)entwickeln.

Danke Michael Raijv Sha für die Initiative.

Und noch etwas anderes: Kennen Sie schon unser neues kostenloses EBook ‘Social Recruiting – DIE Lösung für gegen den Fachkräftemangel im Mittelstand’? Es steht zum Download bereit:

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