Bestimmt stimmen Sie mir zu: Man kann nie zu viele Fähigkeiten haben. Die Digitalisierung macht es aber oft schwer, immer up-to-date zu bleiben. Denn das Change-Karussell dreht sich unaufhörlich weiter. Und nicht nur die allgemeineren Fähigkeiten sichern Ihren Arbeitserfolg, sondern sie helfen Ihnen auch im persönlichen Leben- alle Prozesse gehen leichter von der Hand. Wenn Sie zum Beispiel ein Foto, das Sie vor dem Posten in Social Media auf eine einfache Art selbst schnell und professionell bearbeiten könnten, wäre das doch ein große Unterstützung, nicht wahr?

Digitalisierung fängt im eigenen Kopf an: Ständig Neues lernen!

Die Digitalisierung bringt nicht nur große Zahl ‘Innovationen’ und ‘Applikationen’, sondern auch eine unübersichtliche Masse an Tools und Apps. Es ist schwer eine Übersicht zu wahren, was gut ist, und was nicht. Oder welche der Techniken und Tools im Job wirklich ‘einfach’ und ‘praktisch’ sind. Aber irgendwo muss man ja anfangen, wenn man den Anschluss nicht verlieren will. Deshalb dachte ich mir, stelle ich Ihnen eine hilfreiche Liste zusammenleben, mit praktischen Tools und Methoden. Ich habe diese auf 7 zusammengefasst, die ich selbst alle nütze und die einfach zu verstehen sind. Und das Beste ist: Sie sind alle kostenlos.

1. Bildbearbeitung

Ohne Bilder gibt es kaum mehr Aufmerksamkeit. Aber wer beauftragt schon einen Graphiker für sein Facebook oder LinkedIn Profil Header? Auch geht ein Post in Social Media und auf Twitter oft ohne ein passendes Bild unter. Doch wie Sie wissen, ist Photoshop, das Werkzeug von Designer, Fotografen, Vermarkter ein kompliziertes und teures Tool. Kaum jemand hat Zeit sich damit zu beschäftigen und die Bilder damit aufwendig zu bearbeiten.

Ihre ersten Schritte (kostenlos):

Es gibt es auch noch ganz andere, einfache tolle, kostenlose Software, die Ihnen hilft Ihre Bilder auf Ihren Bedarf zu schneiden, vergrößern, verkleinern. Mein zentrales Tool ist Photo Filtre (hier geht’s bei Chip zum kostenlosen Download). Sie können damit schneiden, freistellen, neue Hintergründe erstellen, Farben austauschen, png in jpg wandeln – und das alles ohne großen Qualitätsverlust. Es nicht nicht kompliziert und kann alles, was man so täglich für schicke Social Media Posts oder Profile braucht. Übrigens ein weiteres Tool, das Sie haben und das gern übersehen wird ist, ist Microsoft Powerpoint. Es gibt Hunderte von Videos in Youtube, die zeigen, wie Sie Bilder mit Powerpoint bearbeiten können: hier.

2. E-Mail Marketing

Emails sind immer noch die direkteste Kommunikationsmethode (außer Telefonate). Die Digitalisierung macht vor unserer Kommunikation nicht halt – in einigen Sparten generieren richtig gemachte Newsletter heute fast automatisch Kunden. Das mit dem ‘automatisch’ ist zwar im Bereich der Personalbeschaffung nicht ganz so einfach. Aber kluge Email-Personalmarketing Systeme funktionieren bereits in den USA. Sie sind eine zeiteffiziente und kostengünstige Möglichkeiten, mit Ihrem Talentpool im Kontakt zu bleiben oder weiterempfohlen zu werden.

Ihre ersten Schritte (kostenlos):

Melden Sie sich für ein Konto zum Beispiel bei MailChimp an.  Es ist eines der beliebtesten E-Mail-Marketing-Service Unternehmen. Und in der Grundversion können Sie alle MailChimp Dienste kostenlos nützen. Unser Vorschlag ist: Wählen Sie potentielle Kandidaten aus Ihrem Talentpool, mit denen Sie in bereits in Kontakt stehen, und schreiben Sie diesen eine Newsletter-Nachricht. Fragen Sie sie, ob sie einmal im Monat von Ihnen über offene Stellen und andere Infos informiert werden möchten. Wer kein Interesse hat, kann sich direkt aus dieser ersten Newsletter-Nachricht austragen – so sind Sie auf der sicheren Seite. Für fortgeschrittene Mailchimp-Formatierungs-Tips, klicken Sie bitte hier. Und ein weiterer Tip von MailChimp: Newsletter Fehler, die man vermeiden sollten

3. Web Analytics

Natürlich hat jedes Unternehmen eine eigene Website. Aber wenn diese nur statisch im Web steht, kommen Sie damit in Sachen Kandidatengewinnung oder Employer Branding nicht weiter. Wenn Sie erfolgreich im Jahr 2016 um die besten Talent konkurrieren wollen, müssen Sie wissen, wie effektiv Ihre Website heute ist. Subjektiv: Sie sieht “hübsch aus und ist mobil-optimiert” ist nicht mehr ausreichend. Es geht darum, dass die richtigen potentiellen Kandidaten und Empfehler Ihre Website besuchen. Und Ihren Content lesen  – auch jederzeit wieder kommen. Deshalb müssen Sie wissen, wie viele Besucher nicht nur ihre Website insgesamt hat, (“Traffic”) sondern auch die wichtigen Unterseiten. Wenn Sie die genauen richtigen Zeiten kennen, wissen mit welchen Geräten auf Ihre Seite zu gegriffen wird und wie die Klickwege sind, dann können Sie entsprechende Anpassung zu Gunsten einer besseren Candidate Experience vornehmen

Ihre ersten Schritte (kostenlos):

Freunden Sie sich mit Google Analytics an. Es ist kostenlos – und hat sogar eine eigene Weiterbildung: Die Google Analytics Academy. Dann lassen Sie sich von Ihrer Media Agentur oder Marketing-Abteilung helfen oder legen Sie selbst in Google eine Analyse an. Das ist kostenlos und Sie erfahren mehr über Ihre Besucher, Seitenaufrufe, Verweildauer auf der Website, und deren Absprungrate. So können Sie mehr über Ihre Zielgruppe herausfinden. Oder feststellen, ob Sie überhaupt Ihre Zielgruppe ansprechen.

4. Content Management System

CMS steht für “Content Management System” bzw. auch für Content Management Werkzeuge, die in der Digitalisierung den Umgang mit Online-Inhalte wie Web-Seiten, Blog-Posts, Bilder, Videos, E-Commerce, erleichtern. Jedes Unternehmen muss für die Verteilung seiner Inhalte sorgen – das ist in der Digitalisierung besonders schwer, weil Informationsüberfluss herrscht.

Ihre ersten Schritte (kostenlos):

Warum bauen Sie sich nicht eine Website – für Ihr Personal Branding oder einfach nur zum Spaß (oder starten den Blog, den Sie sich erträumt haben). Nützen Sie WordPress und anfangen, zu wissen, wie eine Website-Backend funktioniert. Sie müssen nicht, um tatsächlich etwas zu veröffentlichen; nur um die Zeit zu lernen, wie alle Teile zusammenpassen, werden Sie Wissen über das, was es braucht, um von der Idee bis abgeschlossen Beitrag zu gewinnen. Wenn Sie Hilfe benötigen Sie beginnen, überprüfen Sie dieses Tutorial für Design-Tipps und die WordPress “Blogging-University” für die Zeit nach Erstellung Tipps.

5. Social Media Management

Viele denken, man muss sich ständig in allen verschiedenen Social Media Portalen anmelden, dort mitdiskutieren und online bleiben. Das ist maßlos übertrieben. Allerdings muss man Accounts tatsächlich persönlich pflegen und kann nur Teile davon automatisieren. Machen Sie es wie die Vordenker, die sogenannten ‘Influencer’, auch die haben vieles automatisiert, sind aber dennoch mindestens 2-3 Mal am Tag kurz online. Und zwar in einem einzigen Tool, einem Social Media Management Tool, von dem aus sie alle ihre Accounts pflegen. Mit einem solchen Managementtool kann man sogar Posts oder Tweets voraus planen.

Ihre ersten Schritte (kostenlos):

Melden Sie sich bei Hootsuite, das Portal gibt es sogar in deutscher Sprache! Hier ist ein praktischer Quickstart Guide by Hootsuite in Englisch.

Twitter für Hootsuite Ein Leitfaden der Social Media Coaches: Erste Schritte mit Twitter und dem Hootsuite Dashboard

6. Coding / Programmieren

Bitte denken Sie jetzt nicht, dass Sie das nicht brauchen. Auch wenn Sie keine Karriere als ITler planen und selbst, wenn Sie kein Tech-Recruiter sind: Sie profitieren enorm davon. Denn derzeit reden viele von Digitalisierung. Aber die wenigsten wissen wirklich und erkennen, was  gut oder schlecht ist. Und das ist ein Wettbewerbsvorteil für Ihre Karriere, für Ihren Job, für Ihr Unternehmen. Heute kann jede Media Agentur, jeder Hersteller, jeder Softwareanbieter, jede Zeitung  Ihnen ein X für ein U vormachen. Letztlich bleibt Ihnen nur ein ‘schlechtes Gefühl’ oder eine Ahnung. Argumentieren können Sie nicht. Sie müssen kein Hochsprache lernen, aber schauen Sie sich mal die Grundkenntnisse an, wie eine Website aufgebaut ist und lernen Sie die Zusammenhänge, wie man eine Website online stellt. Sie erkennen dann schnell, ob ein HR-Dienstleister nur davon redet, oder wirklich Wissen hat.

Ihre ersten Schritte (kostenlos):

Es gibt viele kostenlose englische Seiten, Videos, die erklären, wie man Website mit HTML und CSS erstellt. Hier zum Beispiel ist eine der ältesten HTML Wikis, in denen Sie Wissen der letzten 10 Jahre gesammelt und komprimiert finden. Hier ist zum Beispiel ein sehr beliebtes kostenloses deutsches HTML Tutorial auf Youtube

7. Projektmanagement

Bei sovielen zusätzlichen Aufgaben, die der Digital Change mit sich bringt, steigt die Workload bei jedem. Deshalb sind alle Tools und Methoden hilfreich, die praktische Hilfe in den Alltag bringen. Auch die einen Überblick verschaffen über Aufgaben und Zeitpläne, über Kontakte, Termine und Anwendungen und Services. Die vielleicht sogar gleichzeitig in der Zusammenarbeit helfen, Sie bei Updates und Aktualisierung unterstützen und den Informationsaustausch fördern. Diese Projektmanagementtools sprießen gerade wie Pilze überall aus dem Boden – von Dropbox bis Evernot gibt es viele. Das Problem mit den Cloud-Lösungen: Viele Unternehmen lassen den Zugriff nicht zu, denn sie sehen diese als Sicherheitsrisiko. Deshalb sollten Sie nach einfacheren Tools, die sie auch über Ihr Mobilephone nützen können, suchen.

Ihre ersten Schritte (kostenlos):

Es gibt so viele Projektmanagement-Tools da draußen. Ich benütze Trello , Wunderlist oder auch Todoist  (letzteres ist nur gu um eine eigene To-do-Liste zu verwalten). Diese Tools helfen übrigens auch im privaten Bereich: Sie können damit Urlaube planen, Feste oder Ihre Weihnachtsgeschenkliste organisieren. Und sie finden dann alles das nächste mal wieder. Besser als ein Zettel, der dann wieder verschwindet ist das in jedem Fall.

Start der HR- Digitalisierung geht ganz handfest

Mein Vorschlag ist: Einfach Tun und anfangen. Wie die Amerikaner sagen: ‘Embrace die Digital Change’  (heißt soviel wie ‘Umarmen Sie die Digitalisierung’). Es ist einfach, sich schrittweise damit anzufreunden und das Wichtigste dabei ist: So treffen Sie selbst die Auswahl und steuern ihre eigene Anpassung. Und werden nicht von der Auswahl anderer getroffen.

Happy Recruiting!

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