Es gibt viele Missverständnisse zum Thema Recruiting Value Content. Denn viele unterscheiden nicht zwischen einfachem und hochwertigem Content. Genauer formuliert ist Recruiting Value Content die spezielle Möglichkeit, qualitativ besonders hochwertige und zielgruppenspezifische Unternehmensinhalte ( = Value Content)  in den digitalen Medien zu verbreiten. Ziel ist neben der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität hauptsächlich, die Aufmerksamkeit der (richtigen) Kandidaten zu erreichen. Und das ist heute besonders schwer. Deshalb wollen wir in diesem Blogpost eine Übersicht geben, was genau Recruiting Value Content ist und wie dieser in der Praxis eingesetzt werden kann.

Was genau ist Recruiting Value Content?

Aus dem Content Marketing können viele Erfahrungen in das Recruiting übertragen werden, der neue Begriff ist Recruiting Content Marketing bzw. kurz: Content Recruiting (mehr dazu hier in unserem Blogpost: Was ist (gutes) Content Marketing für Recruiter?) Wir sprechen heute, wenn Content Marketing systematisch eingesetzt, und dabei analytisch überprüft und verbessert wird, von Performance Recruiting gesprochen.

In einer Welt des Informationsüberflusses ist es schwer gehört zu werden, und noch schwerer zu überzeugen oder zu begeistern. Aber genau das ist das Ziel guten Content Recruiting – und das geht mit qualitativ hochwertigem Content. Das heißt: Es ist entscheidend, begeisternde, Mehrwehrt stiftende Inhalte zu schaffen, um als Arbeitgeber Bewerber für sich zu gewinnen.

Welche Erfolgskomponenten muss Recruiting Value Content beachten?

Besonders wichtig ist die konkrete und richtige Definition der Zielgruppe, um die den Recruiting Value Content entsprechend auszurichten und geeignete Kommunikationsmethoden zu wählen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass sich die gewünschte Zielgruppe in der digitalen Welt anders verhalten und ausdrücken kann. Darum ist eine Zielgruppenanalyse notwendig zur Identifikation des jeweiligen Online-Verhaltens und der Interessen.

Den passenden Recruiting Value Content für die richtige Zielgruppe

Zudem gilt es herauszufinden, wo sich die Zielgruppe online aufhält und welche Plattformen von den potenziellen Talenten genutzt werden. Letztendlich wird ein positiver Erstkontakt angestrebt und diese Begeisterung wird idealerweise beibehalten. Dies geschieht, wenn der Content einen bestimmten Wert bzw. Value für die Zielgruppe erzeugt, indem das angezeigt wird, was für die Zielgruppe wirklich interessant ist. Bei diesen Inhalten ist häufig auch die Rede von User-Generated Content.

Warum Recruiting Value Content leider doch nicht nur “King” ist

Es sollte also wie im Marketing auch eine Recruiting Value Content-Strategie in Bezug auf ein klar gesetztes Ziel entwickelt werden. Danach erfolgt die Umsetzungsplanung, welche Kanäle für die Erreichung der Ziele sinnvoll sind unter Berücksichtigung der richtigen Zielgruppe, auf welchen Kanälen diese aktiv ist.

Wahrscheinlich kennen Sie den Satz:

“Content ist King”.

Doch in einer Welt, in der jeder unter “Information-Overload” leidet und dennoch gleichzeitig weiter ständig neue Inhalte auf allen Kanälen verbreitet wird ist ein einmaliges Veröffentlichen von Inhalten nicht mehr ausreichend, um Gehör zu finden – egal wie gut er ist.

Heute gilt die Regel:

“Content ist King, Distribution ist Queen – und sie hat die Hosen an!”

Was heißt: Sowohl die Qualität bezogen auf die Zielgruppe entscheidet, ob Ihre Botschaft Ihre Zielgruppe erreicht, als auch die richtige und wiederholte, technisch gut durchgeführte Verteilung des Recruiting Value Contents. (Hier finden Sie mehr zu diesem Thema)

Recruiting Value Content  – wie Sie die Übersicht behalten

Deshalb ist frühzeitig die richtige und konsequente Entscheidung erforderlich, welche Medien für das Ziel und den jeweiligen Zweck gut sind und welche Medien in welcher Phase helfen, wie oft man den Content, wann und wo bzw. sogar wie verbreitet. Beziehungsweise den Link zum Recruiting Value Content verteilt.

Dazu gibt es vier Kommunikationswege, um Botschaften an die jeweilige Zielgruppe zu vermitteln. Diese Formen lassen sich auch in Kombination untereinander einsetzen. Demzufolge ist nicht nur der richtige Content zielführend, sondern auch die korrekte Distribution, damit dieser Content auch die nötige Reichweite erhält.

Wir haben Ihnen die 4 Bereiche anhand von Beispielen in der nachfolgenden Infographik zusammengestellt:

 

Recruiting Value Content Summery by Intercessio

 

Recruiting Value Content ist ohne Distribution nichts

Nachfolgend möchte ich Ihnen eine kurze Übersicht über die Medienmöglichkeiten geben.

1. Owned Media

Viele denken, wenn sie eine Pressemeldung auf Ihrer Website veröffentlichen oder die Karriereseite mit “guten” Inhalten ergänzen, ist das bereits Recruiting Value Content. So funktioniert das leider nicht- den “Wert” legen die User fest und die Kunst ist, viele davon zu überzeugen. Dies heißt: “Keine User, kein Value Content “- es ist folglich erst im Nachhinein sichtbar, ob ein Post oder ein Veröffentlichung Recruiting Value Content war.

Dazu ein paar Begriffsklärungen aus dem Digital Marketing: Die Bezeichnung Owned Media steht für alle Eigenkanäle bzw. Medien, die unter der vollständigen Kontrolle des Arbeitgebers selbst stehen. Somit bestimmt das Unternehmen selbst die Regeln und Bedingungen unter welchen Informationen, Beiträge etc. auf den eigenen Medien veröffentlicht werden unabhängig von Dritten. Zu diesen Medien zählen u.a. die eigene Homepage, Karriereseiten, Blogs, Newsletter, Landingpages und auch Offline-Medien wie eigene Events und Print-Medien.

2. Social Content

Auch Social Content gehört zu Recruiting Value Content. Er unterliegt gegensätzlich zu den Owned Medias den Nutzungsbedingungen und der Konstruktion der jeweiligen Plattformbetreibern. Der Arbeitgeber hat auf diesen digitalen Plattformen lediglich ein Unternehmensprofil erstellt und nutzt dieses Profil zur Übermittlung von Informationen unter Einhaltung der Richtlinien dieses Netzwerkes.

Social Content sind also alle Posts oder Forenbeiträge auf diesen Plattformen durch das Unternehmen selbst und alle Interaktionen mit diesen Beiträgen, sozusagen die Likes, Kommentare und Shares. Weiterhin kann das Unternehmen durch seine Community freiwillig im jeweiligen Netzwerk empfohlen werden.

3. Earned Media

Bei Earned Media handelt es sich um Beiträge und Veröffentlichungen zum Unternehmen, die durch externe Berichterstatter verfasst wurden und wofür das Unternehmen nicht gezahlt hat. Im Regelfall sind hier klassische Presseberichte von Journalisten in beispielsweise Magazinen, Tageszeitungen oder Blogs online wie offline gemeint. Aber es ist auch bei nutzergenerierten Inhalten auf Arbeitgeberbewertungsplattformen oder bei Empfehlungen durch Experten die Rede von Earned Media.

4. Paid Media

Paid Media bedeutet “gekaufte Kommunikation“ und steht für alle Veröffentlichungen, für die das Unternehmen zahlt, damit es eine größere Reichweite für seine Botschaften erhält. Hierunter zählt sozusagen jede bezahlte Werbemaßnahme oder Anzeige, die von unternehmensunabhängigen Medien oder Dritten herausgegeben wird.

Klassisch und offline sind z.B. Printwerbungen, TV- und Radiowerbungen oder Außenwerbungen bereits Paid Medias. In der digitalen Welt fallen Sponsoring und Bannerwerbungen als auch jede Form der bezahlten Anzeigen, die sog. Ads, unter diese Kategorie. Weiterhin kann ein Unternehmen gegen Bezahlung Posts in Social Media hervorheben lassen, Stellenanzeigen in Jobboards veröffentlichen oder Influencer für sich auf deren Kanälen werben lassen.

Fazit

Recruiting Content Marketing funktioniert nicht ohne eine klare Zielrichtung und nur mit Nachhaltigkeit. Das heißt, wer nur einmal im Monat ein LinkedIn Post absetzt oder nur wöchentlich einen Blogpost über seine Facebook-Page postet, wird werde seine Zielgruppe erreichen, noch die Google-Suchmaschinen überzeugen.

Meine Empfehlung ist die kontinuierliche Kombination aller Content-Varianten mit gezielter Platzierung des Recruiting Value Contents, damit viel Engagement mit den Inhalten erzielt wird.

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