Wir können einige Sourcing-Tools aus dem englischen Sprachraum nicht unbesehen bei uns in DACH einsetzen. Immer wieder kollidieren diese ganz oder teilweise mit unseren rechtlichen Regeln. Besonders beliebt sind in den USA und Großbritannien Sourcing-Tools, die Email-Adressen finden. Sie lösen das Problem der restriktiven Möglichkeiten, Nachrichten in Social Media mit kostenlosen bzw. niedrigpreisigen Accounts zu versenden, indem sie berufliche und private Email-Adressen vorschlagen. Klug sowie legal eingesetzt, sind sie sogar auch bei uns unverzichtbar. Deshalb fassen wir Ihnen die Dos and Don’ts dieser Tools am Beispiel der Extension Hunter zusammen.

Wie arbeiten Sourcing-Tools, die Email-Adressen finden?

Wie auch die Chrome Browser Erweiterung Prophet (hier mehr in unserem Blogartikel: Super praktisches Sourcing Tool in der Kontaktphase: Die Chrome Extension Prophet) errechnet das Tool Hunter anhand der Email-Muster einer Domain die wahrscheinliche Email-Adresse einer Person. Diese Domain ist der aktuelle Arbeitgeber und/oder einer der großen kostenlosen US-Anbieter wie Yahoo! oder Gmail. Diese „Errechnung“ funktioniert ähnlich wie bei Formularen, die überprüfen, ob eine eingegebene Email-Adresse ein Fake oder wahr ist (hier mehr wie dies errechnet wird). Einige dieser Sourcing-Tools können sogar mehr: Sie finden innerhalb weniger Sekunden öffentliche Email-Adressen und zeigen diese (ebenso) an. Hunter ist ein solches Tool und durchsucht zusätzlich das Web nach weiteren, veröffentlichten Mail-Adressen.

Warum es nicht mit einem Klick getan ist 

Die Hunter Extension funktioniert nur in Social Media Portalen, für deren Umgebung (API) sie geschrieben wurde. Da es ein US-Tool ist, können Sie diese leider nicht in XING einsetzen. Aber auch in LinkedIn führt der Hunter nicht immer im ersten Schritt zum gewünschten Ergebnis. Unser Tipp: Wenn Sie auf dem gewünschten Profil sind, klicken Sie auf das Icon in Ihrer Browserzeile. Sind keine auswertbaren Informationen für Hunter verfügbar, wird das rote Icon grau, so dass kein Klicken möglich ist. Wird keine Kontaktinfo gefunden, können Sie es mit der Eingabe der US-Domains yahoo oder Gmail probieren. Manches Mal funktioniert das Suchen und finden sogar mit den deutschen Adressen wie web.de oder Freenet .

Die Grenzen des solcher Email-Finde Sourcing-Tools

Die meisten Sourcing-Tools, die Email-Adressen finden, konzentrieren sich auf Firmen-Emails. Damit sind wir bereits an der Grenze deren Einsatzmöglichkeiten: In allen drei DACH Ländern ist (aus unterschiedlichen rechtlichen Gründen), die (kalte) Erstansprache mit einem Job-Angebot an die berufliche Email-Adresse nicht erlaubt. Wir in Deutschland benützen hier sogar in diesem Fall das Wort „Abwerbung“, um zu zeigen, dass das nicht seriösen, kaufmännischen Gepflogenheiten entspricht. Selbst wenn Sie die Email-Adresse eines Ihrer Kontakte finden, ist die direkte Versendung eines Job-Angebotes an die berufliche Email-Adresse eines Kontaktes in Deutschland mit so vielen Einschränkungen versehen, daß man das vorher sehr gut überlegen und planen sollte.

Wie ist das mit einer Ansprache per privater Email? 

Allerdings sieht das – rein rechtlich – im privaten Bereich ganz anders aus. Sie können in allen 3 DACH-Ländern an die private Email auch zur Erstkontaktaufnahme schreiben. Wir empfehlen allerdings wirklich persönlich höflich und ausgesprochen wertschätzend zu bleiben. Unsere Erfahrung mit Contacting-Mails an die private Email-Adresse sind sehr gut. Wir haben eine sehr hohe, positive Resonanz. Wir schreiben allerdings nie werbend, senden nie eine Stellenbeschreibung mit und fragen immer zuerst höflich nach der Wechselbereitschaft und ob wir uns unterhalten können.

Der Hack mit der (echten) Email-Verifizierung

Die Qualität der Überprüfung, ob die berechnete Email-Adresse tatsächlich existiert, ist bei allen kostenlosen Email-Finde-Tools eingeschränkt. Deshalb sollte man jede vorgeschlagenen Email-Adresse überprüfen. Dafür gibt es weitere Tools. Diese überprüfen die Mail-Adresse, in dem Sie einen Ping an den Server der Mail-Adresse bzw. die eingegebene Adresse senden. Wenn diese mit „Mail Delivery Error“ antworten, existiert die Email-Adresse nicht und das Tool zeigt dies an. Das beste Tool ist der http://www.mailtester.com/. Eine ausgezeichnete Erklärung, wie ein solches Tool funktioniert finden Sie hier auf der Website Emailtester.

Die Installation der Chrome Erweiterung Hunter

 

Hunter ist ausschließlich für den Chrome Browser entwickelt und daher auch nur im Chrome Web Store erhältlich. Die Erweiterung können Sie über diesen Link hier hinzufügen. Sie erkennen die Extension an dem kleinen roten Fuchs Icon in Ihrer Browserzeile. Um Hunter tatsächlich zu nutzen, ist eine Registrierung mit Ihrer E-Mail-Adresse nötig. In der kostenlosen Version von Hunter (Free plan) können Sie bis zu 150 Anfragen im Monat machen, nach 30 Tagen startet der Zähler automatisch neu.

Fazit

Email Sourcing-Tools unterstützen im Active Sourcing die schwerste Phase: Die Kontaktaufnahme. Ihr gesamter Sourcing-Prozess ist umsonst und es nützt Ihnen nichts, die besten Kandidaten zu finden, wenn diese nicht antworten. Im heutigen Web 4.0, in dem wir einer Flut von Kommunikationsmöglichkeiten durch einer unübersichtliche Zahl an Messenger ausgesetzt sind (wie die von XING, LinkedIn, Facebook, What’s up, Twitter, Slack und viele andere mehr) findet eine Rückbesinnung statt. Experten sind sich sicher: Das Versenden von privaten Emails wird wieder besondere Beliebtheit erleben. Zumal heute 100 % der Smartphone-Besitzer ihre Mails am Mobiltelefon lesen, während immer mehr Messenger-Apps deinstalliert werden.

HAPPY SOURCING!

Hat Ihnen dieser Blogbeitrag gefallen?
Hier können Sie sich in die Liste für Blogupdates eintragen:

Mit dem Absenden des Kontaktformulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet werden (Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung).